
Das Objekt:
Die Erfolgsgeschichte von KEMPEROL begann 1969 bei und mit VW in Baunatal. Die Bauabteilung bat Dr. Heinz Kemper nach einer Lösung für das scheinbar unlösbare Problem der undichten Flachdächer zu suchen. Der innovative Unternehmer, Inhaber der Kemper Kunststoff & Lackfabrik im wenige Kilometer entfernten Vellmar, hatte bereits diverse Aufträge für VW ausgeführt und nahm die berufliche Herausforderung sofort an, weil er das enorme wirtschaftliche Potential erkannte. Der Zeitpunkt war günstig.
Die Aufgabe:
Die Dehnfugen und Detailanschlüsse erwiesen sich als besonders schadensanfällig. Aufgrund von Bauteilbewegungen und unterschiedlichem Materialverhalten kam es innerhalb kürzester Zeit zu Rissen in der Abdichtung. Eindringende Feuchtigkeit wiederum bedrohte den reibungslosen Produktionsbetrieb. Dr. Kemper hatte damals bereits Polyester für Abdichtungsaufgaben im Innenbereich eingesetzt. Nun begann er mit seinen Versuchen, Polyester zu flexibilisieren. Er war auf der Suche nach einem dauerelastischen Material, das untergrundbedingte Spannungen aufnehmen und Bauwerksbewegungen ausgleichen konnte ohne zu reißen oder zu verspröden.
Sommer 1969:
Nach vielen Fehlschlägen war der 210. Versuch schließlich erfolgreich. Unspektakulär technisch in der Namensgebung heißt die erste Flüssigabdichtung überhaupt seit ihrer Geburtsstunde KEMPEROL V 210. Mit dem 3-komponentige flüssigen Abdichtungssystem auf der Grundlage von ungesättigten Polyesterharzen begann eine Erfolgsgeschichte, die seit 35 Jahren anhält.
Das Ergebnis:
Seit 1969 wurden mehr als 300.000 m² KEMPEROL auf den Dächern des VW-Werks eingesetzt, vorwiegend in kritischen Bereich wo es durch geringes Gefälle zu Pfützenbildung kommt und bei Anschlüssen und Detailen. Die Bewährung des Materials über einen jahrzehntelangen Zeitraum war ausschlaggebend für weitere Aufträge aus der Automobilindustrie, z. B. bei der Verlegung von 60.000 m² beim BMW-Werk in Steyr, Österreich.
Objektbericht im PDF-Format
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