Kemper System
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Das Objekt:
Die Weißenhofsiedlung in Stuttgart hat international Architekturgeschichte geschrieben. Das Doppelhaus in der Rathenaustraße 1 – 3 wurde 1927 von Le Corbusier und seinem Vetter Pierre Jeanneret für die Werkbundausstellung erbaut. Nach der denkmalgerechten Instandsetzung durch die Wüstenrot Stiftung von 2003 – 2005 eröffnete hier im Oktober 2006 das Weißenhof Museum in Trägerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart.

Die Aufgabe:
Konstruktiv plante Le Corbusier das Doppelhaus als Eisenbetonskelett, das die Decken und Treppen trägt und eine freie Gestaltung von Grundriss und Fassade ermöglichte. Der Dachgarten oder die Dachterrasse, die der Architekt selbst als „bevorzugster Ort des Hauses“ bezeichnete, ist ein zentrales Element des Hauses von Le Corbusier. Der Dachgarten ist identisch mit dem Flachdach des Gebäudes und zum Schutz gegen Feuchtigkeit war eine langzeitsichere Abdichtung unverzichtbar. Die gesamte Dachterrasse sowie das Flugdach und zwei Treppenhäuser wurden mit KEMPEROL abgedichtet.

Die Ausführung:
Die Entscheidung pro Flüssigabdichtung fiel, da sich das Material maßgeschneidert allen Untergrundgegebenheiten anpasst. Die dauerelastische Abdichtung nimmt Bauwerksbewegungen auf und haftet vollflächig auf dem Untergrund, so dass Unterläufigkeit ausgeschlossen ist. Die Vorgabe war, die Abdichtung ohne sichtbare Vliesüberlappungen und ohne zusätzliche Hilfemittel zu verarbeiten, um die Einheitlichkeit der Fassade zu gewährleisten. Um die homogene Optik einer Putzstruktur zu erzielen, wurde die noch feuchte KEMPEROL-Abdichtung mit KEMPERDUR Quarzsand abgestreut, der mit einer Arbeitspistole aufgebracht wurde.

Das Ergebnis:
Bei der aktuellen Sanierung wurde der gesamte Terrassenaufbau der ersten Sanierung von 1984 entfernt und die Brüstungshöhe auf Originalmaß zurückgesetzt, was durch eine höherwertige, dünnere Dachisolierung möglich wurde. Die neuen Pflanztröge, Bodenplatten in den ursprünglichen Maßen, und die differenzierte Farbgestaltung wurden identisch an das Original von 1927 angepasst. Das originale Flugdach, das das Haus nach oben abschließt, wurde komplett durch eine neue Betonkonstruktion ersetzt und ebenfalls „gekempert“.

 Objektbericht im PDF-Format
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